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Historische Sehenswürdigkeiten in Gleuel

Wasserburg Gleuel

Die wichtigste Sehenswürdigkeit in diesem Stadtteil ist die von einem schönen Park umgebene Wasserburg Gleuel in der Ortsmitte. Der älteste Teil der barocken Anlage ist der zum Park hin ausgerichtete Südwestflügel mit geschweiftem Treppengiebel. Der höhere, zum Burghof zeigende Flügel wurde ausweislich einer Datierung in der Giebelspitze 1632 von dem damals neuen Besitzer Johann von Cöllen an den älteren Südwestflügel angebaut.

1976 erwarb die Familie des Architekten Ulrich Ahlert das Anwesen und ließ das Haupthaus seither umfassend restaurieren und die Vorburg weitgehend neu errichten. Hierin unterhält die Familie Ahlert heute ein Automuseum, das von Gruppen nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung besichtigt werden kann (Tel.: 02233 / 32943).

In der nordöstlichen Fachwerkscheune wurde 1982 eine kleine Bühne eingerichtet, die im Sommer zu Freilichttheateraufführungen und -konzerten genutzt wird. Südwestlich schloss sich an die Burg, von dieser nur durch einen Wassergraben getrennt, der Gleueler Fronhof an, von dem an der Bachemer Straße noch das Torhaus aus dem 17. Jahrhundert steht.

Pfarrkirche St. Dionysius mit Friedhof

Die neogotische Pfarrkirche St. Dionysius an der Bachemer Straße wurde 1893 vom Neusser Regierungsbaumeister Julius Busch an der Stelle eines romanischen Vorgängerbaus errichtet. Beim Abriss der alten Kirche wurden unter dem Hochaltar mehrere römische Altar- und Weihesteine gefunden, die sich im Rheinischen Landesmuseum in Bonn befinden.

Wertvollste Ausstattungstücke des Gotteshauses sind die beeindruckende, barocke Kreuzigungsgruppe von Jeremias Geisselbrunn aus der aufgehobenen Kölner Abtei St. Pantaleon an der Rückwand des Chorraumes sowie eine Pietà in der Westapsis, beide aus dem 17. Jahrhundert.

Auf dem alten Kirchhof an der Kirche stehen mehrere ältere Grabkreuze aus der Barockzeit. Beachtenswert sind dort ferner das alte Kriegerdenkmal von 1874, die Grabstätten des früheren Hürther Bürgermeisters Heinrich Felten und des Begründers der Hürther sozialistischen Arbeiterbewegung, Matthias Schnitzler, sowie ein Gedenkstein mit kyrillischer Inschrift zur Erinnerung an die während des Nationalsozialismus ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter.

Am Rande des Friedhofs steht an der Ecke Bachemer/Friedensstraße ein Friedrich-Ebert-Denkmal. Das 1928 von der Gleueler SPD errichtete Denkmal zur Erinnerung an den ersten Reichspräsidenten wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört und 1951 von der Gemeinde Hürth in neuer Form wieder aufgebaut.

Weitere historische Sehenswürdigkeiten

Die Correns-Mühle in der Ernst-Reuter-Straße 91 ist die einzige einigermaßen gut erhaltene der ehemals zahlreichen Mühlen an den Villebächen im Bereich der Stadt Hürth. Die früher auch Keips- oder Mittlere Mühle genannte Anlage war eine von sechs Mühlen allein in Gleuel. Die aus dem 18. und 19. Jh. stammenden Fachwerk- und Ziegelgebäude wurden seit 1988 von der neuen Besitzerfamilie Fölling mit viel Engagement und Sachkenntnis restauriert und in Wohnungen umgebaut. Dabei konnte das alte Mahlwerk in einer Wohnung erhalten werden.

Die Mühle kann grundsätzlich besichtigt werden: Wenn das große Hoftor offen steht, sind Besucher willkommen. Wenn es geschlossen ist, möchte die Familie Fölling nicht gestört werden. Gruppenführungen können telefonisch vereinbart werden (Tel. 02233 / 31612). Wie in der Burg Gleuel finden im Sommer auch im schönen Innenhof der Correns-Mühle Theateraufführungen und Konzerte statt.

Die meisten Häuser der 1919/21 errichteten Bergarbeitersiedlung im Südosten des Ortes sind im Laufe der Jahre stark verändert worden. Aber die Gesamtanlage dieser ehemaligen großen Arbeitersiedlung mit einheitlicher Architektur ist noch erkennbar und als sozialgeschichtliches Denkmal von Interesse. Sie erinnert an die große Bedeutung, die der Braunkohlenbergbau etwa zwischen 1880 und 1970 für die Stadt Hürth gehabt hat.

URL der Website
http://www.huerth.de/stadtpolitik/gleuel.php
letzte Änderung
07.11.2016
Erstelldatum
21.06.2016
Druckdatum
06.12.2019

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