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Stadt Hürth

30.06.2021: Kinder von Eltern mit finanziellen Engpässen werden gefördert

Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Caritas Rhein-Erft, Katholische Kirche und Jugendamt

Gute Laune bei der Übergabe vor der Kindertagesstätte St. Severin: (v.l.n.r.) Pfarrer Werner Friesdorf, Vizebürgermeister Peter Prinz, Kita-Leiterin Annegret Keller, Svenja Donow und Julia Fehlisch vom Jugendamt, Katrin Stelzmann von der Caritas Rhein-Erft sowie Ninba Görtz von der Kindertagesstätte St. Severin.

Nach den Sommerferien beginnt für zahlreiche Kinder der sogenannte „Ernst des Lebens“: Sie wechseln in die Grundschule oder zu einer weiterführenden Schule. Eltern kennen das: Neben Schulranzen, Sportbeutel und Trinkflasche sind auch zahlreiche Schreibwaren-Artikel zu besorgen. Insbesondere Familien, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, fällt es nicht leicht, diese „Erstausstattung“ zu finanzieren. 

Das Projekt „Kinder stärken, Eltern entlasten – Schulstarterpack“ der Caritas Rhein-Erft, der Katholischen Kirche in Hürth und des Jugendamtes will hier unterstützen. In Hürth sind aktuell fast 90 Kinder betroffen, die in die erste oder fünfte Klasse eingeschult werden. „Wir möchten diesen Kindern einen guten Schulstart ermöglichen, der auch die Eltern entlastet“, erklärt Katrin Stelzmann von der Fachberatung Gemeindecaritas der Caritas Rhein-Erft: „Eine vernünftige Ausstattung ist hierbei ein Grundstein.“ 

Die Idee: Jedes Kind in Hürth, dessen Eltern finanzielle Engpässe haben, erhält ein  „Schulstarter-Pack“ kostenfrei. Darin sind die meisten von der Schule vorgegebenen Arbeitsmaterialien enthalten. Da die Anforderungen für die fünften Klassen je nach Schule sehr unterschiedlich sind, gibt es hier zweckgebundene Gutscheine für die beiden Wilura-Schreibshops, Bachstraße 63 und Brabanter Platz 1, in Hürth. Die Schulstarter-Packs werden für die i-Dötzchen über die Kita-Leitung und für die Schulwechsler durch die Schulsozialarbeiter den Familien übergeben.

„Von Armut betroffene Kinder haben in vielen Bereichen weniger Entwicklungsmöglichkeiten“, weiß Bürgermeister Dirk Breuer. Der Schulstart in der Grund- oder weiterführenden Schule biete jedes Mal neue Chancen. Diesen Schritt sollten sie möglichst sorgenfrei gehen können, ohne sich durch ihre Ausstattung von den anderen Schülern zu unterscheiden. 

„Auch Eltern werden durch das Starterpack entlastet, da sie sonst sehr viel Organisationstalent aufbringen und in verschiedenen Geschäften und im Internet auf Schnäppchenjagd gehen müssen“, erzählt Julia Fehlisch vom Jugendamt. Weiterer Vorteil: Viele Materialien, die zum Schulstart angeschafft werden, sind von langer Lebensdauer, so dass die Familien für die kommende Schulzeit eine gute Basis haben.

Das Projekt „Kinder stärken, Eltern entlasten – Schulstarter-Pack“ wird gemeinsam von der Fachberatung Gemeindecaritas des Caritasverbandes für den Rhein-Erft-Kreis, der pfarrgemeindlichen Caritas der Katholischen Kirche in Hürth und dem Netzwerk „Chancen für Kinder – Kinderarmut vermeiden“ des Jugendamtes initiiert. Finanziert wird die Aktion unter anderem mit 3.200 Euro durch das Stiftungszentrum des Erzbistums Köln sowie mit weiteren 500 Euro aus der Caritas-Kasse der Katholischen Kirche in Hürth. Der beteiligte Schreibwarenhandel unterstützt die Aktion zudem mit besonderen Preisrabatten.

Vizebürgermeister Peter Prinz würdigte das Projekt bei der Vorstellung vor der Kindertagesstätte St. Severin im Stadtteil Hermülheim: „Im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Hürth danke ich allen Beteiligten für ihr Engagement!“

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