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Stadt Hürth

19.11.2020: Alle 16 Hürther Schulen mit WLAN versorgt

In einem nächsten Schritt ist geplant, die IT-Infrastruktur in der Schullandschaft flächendeckend gigabitfähig zu gestalten

Über jeweils zwei kabelgebundene Netze verfügen alle Hürther Schulen schon seit langem. Eines davon wird ausschließlich von der Lehrerschaft und von Mitarbeiterinnen in Sekretariaten genutzt, um beispielsweise Stundenpläne oder Zeugnisse zu erstellen sowie Schülerakten zu verwalten. Und das zweite kommt im Unterricht zum Einsatz, wenn Schülerinnen und Schüler darin Unterrichtsmaterialien abrufen und bearbeiten. Beide Netze wurden nun in allen 16 Hürther Schulen um die kabellose Variante ergänzt. 

„WLAN hat den entscheidenden Vorteil, dass sowohl Pädagoginnen, Pädagogen, Schülerinnen und Schüler ortsunabhängig – beispielsweise in Lernfluren - arbeiten und hierfür auch mobile Endgeräte, wie Laptops oder Tablets, einsetzen können. Somit eröffnet sich die Möglichkeit, auch Smartphones einzusetzen“, benennt Bürgermeister Dirk Breuer die Vorteile. 

Dem vorausgegangen war eine umfangreiche Untersuchung vom Schul-IT-Dienstleister AixConcept. Das Unternehmen hatte ermittelt, wie viele WLAN-Komponenten benötigt werden, um schließlich alle Räumlichkeiten versorgen zu können. Danach erfolgte die Ausschreibung der Hardware, die abschließend vom IT-Dienstleister installiert und in die pädagogischen Netzwerke integriert wurde. Das Unternehmen führt zudem regelmäßige Kontrollen und Wartungsarbeiten durch. Ziel ist es, alle Sicherheitsstandards zu gewährleisten, um eventuelle Fremdzugriffe zu verhindern und den Datenschutz zu gewährleisten. 

Zwischen 2015 und 2019 wurden das Albert-Schweitzer-Gymnasium, das Ernst-Mach-Gymnasium, die Bodelschwingh-Schule, die Gesamtschule, die Don-Bosco-Schule, die Friedrich-Ebert-Realschule, die Geschwister-Scholl-Schule, die Gemeinschaftsgrundschule Kendenich sowie die Hauptschule Kendenich und die Wendelinusschule ans WLAN-Netz angeschlossen. 317.000 Euro hat die Stadt in diese Infrastruktur investiert. Abschließend wurden in diesem Jahr wurden die Brüder-Grimm-Gemeinschaftsgrundschule, die Carl-Orff-Grundschule, die Deutschherrenschule, die Gemeinschaftsgrundschule "Am Clementinenhof", die Gemeinschaftsgrundschule im Zentrum sowie die Martinusschule jeweils flächendeckend mit WLAN versorgt. Rund 149.000 Euro hat diese Maßnahme gekostet. Aus dem DigitalPakt Schule - ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung – erhielt die Stadt als Schulträger eine Förderung in Höhe von 90 Prozent. Die Laufzeit des Projektes betrug fünf Monate und dauerte von Juni bis Oktober 2020. 

Mit Hilfe des DigitaIPakt Schule sollen die Voraussetzungen für Bildung in der digitalen Welt bundesweit nachhaltig verbessert werden. Zu diesem Zweck unterstützt der Bund die Länder und Gemeinden bei ihren Investitionen in die Ausstattung mit IT-Systemen und die Vernetzung der Schulgebäude. Insgesamt stellt der Bund hierfür fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Diese Gelder sollen vorrangig in die digitale Infrastruktur der Schulen investiert werden, insbesondere in deren Netzwerke (LAN und WLAN) und in die Präsentationstechnik.

Im Zuge eines zweiten Förderantrags, der noch in diesem Monat gestellt werden soll, erfolgt an allen Hürther Schulen die Modernisierung der vorhandenen IT-Infrastruktur. „Ziel ist es, sie flächendeckend gigabit- und damit zukunftsfähig zu gestalten“, weiß Bürgermeister Dirk Breuer. Zudem sollen „weiße Flecken“ im WLAN-Ausbau der Jahre 2015 bis 2019 geschlossen werden, um nicht unterrichtsrelevante Räume - wie Turnhallen oder Flure – abzudecken. Mit einer Umsetzung des Vorhabens wird im zweiten Quartal 2021 gerechnet. Die verbliebenen Fördermittel werden im Rahmen des dritten und voraussichtlich letzten Förderantrags in passive und aktive Präsentationstechnik investiert.

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  • Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • iStock, bernie_photo
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