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Stolpersteine in Efferen

Beselerstraße 69: Wilhelm Stahl

Wilhelm Stahl wurde am 31.5.1898 in Katzwinkel an der Sieg geboren und war seit 1929 verheiratet mit Katharina Rath. Sie bekamen zwei Söhne: Günther Heinrich (*1929) und Christian Werner (*1933). Wilhelm Stahl arbeitete als Maschinist auf dem Kraftwerk Goldenberg in Knapsack. Er war aktives Mitglied der KPD und wurde deshalb vom 20.3.1933 bis zum 29.8.1933 inhaftiert. Am 21. Oktober 1944 starb er in Köln-Deutz, wo das Messelager als Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald diente. Der Zeitpunkt seiner erneuten Verhaftung und die genauen Ursachen seines Todes sind nicht bekannt.

Leopold-Freter-Straße 16: Karl Lauer

Karl Lauer wurde am 24.01.1901 in Rohnfeld (Ostpreußen) geboren und war mit Minna Sacht verheiratet. Das Ehepaar hatte drei Kinder. Nach seinem Ausscheiden aus der Reichswehr arbeitete er seit 1933 als Postschaffner in Köln. Er wurde am 14. Juli 1938 verhaftet und am 30.1.1939 von einem Sondergericht in Köln zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil er als Einzelgänger oppositionelle, "staatsfeindliche" Flugblätter verfasst und zu verbreiten versucht hatte. Er wurde nach der Verurteilung sofort an die Gestapo (Geheime Staatspolizei) überstellt und noch kurz vor Kriegsende am 12.4.1945 im Konzentrationslager Aschendorfermoor bei Papenburg (Ems) zusammen mit 120 Mitgefangenen mit einem Flak-Geschütz erschossen und in einem Massengrab verscharrt.

Luxemburger Straße 87: Max Neugebauer

Der Schuhmacher Max Neugebauer wurde am 7. März 1896 in Köln geboren. Er war verheiratet mit der Jüdin Alice Heydt, sie hatten eine 1926 geborene Tochter Ilse. Beide waren bis 1933 aktive Sozial­demokraten. Bei den Nationalsozialisten galt die Ehe als sog. "privilegierte Mischehe", weshalb Alice Neugebauer und ihre Tochter erst im September 1944 die Aufforderung erhielten, sich in einem Lager in Köln-Müngersdorf einzufinden.

Sie folgten dem nicht und fanden Unterschlupf bei einer in der verbotenen KPD und der Widerstandsgruppe "Nationalkomitee Freies Deutschland" aktiven Familie in Köln-Klettenberg, Sülzgürtel 8. Dort wurden sie am 24.11.1944 zusammen mit mehreren Mitgliedern der kommunistischen Widerstandsgruppe verhaftet, in das Lager Brauweiler und später das Zuchthaus Siegburg verschleppt.

Am 11.4.1945 wurden sie in Hunswinkel im Bergischen Land befreit und überlebten. Max Neugebauer wurde zwei Tage nach seiner Frau und Tochter am 26.11.1944 im Haus Sülzgürtel 8 von der Gestapo verhaftet, als er diesen Geld und Lebensmittel bringen wollte. Er kam ebenfalls nach Brauweiler und Siegburg und wurde schließlich in Rockenberg bei Wetzlar in Hessen befreit, starb dort jedoch wenige Tage später am 16.4.1945 in einen Hilfskrankenhaus in Albshausen an Fleckfieber, das er sich in der Haft zugezogen hatte.

URL der Website
http://www.huerth.de/stadtpolitik/stolpersteine-efferen.php
letzte Änderung
08.11.2016
Erstelldatum
28.06.2016
Druckdatum
18.12.2018

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