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Stadtteilinformationen

Die Stadt Hürth besteht aus folgenden historischen Siedlungen/Orten und heute noch bestehenden Stadtteilen: Alstädten, Alt-Hürth, Berrenrath, Burbach, Efferen, Fischenich, Gleuel, Hermülheim, Kalscheuren, Kendenich, Knapsack, Sielsdorf und Stotzheim. Bis 1975 gehörten auch die Burgen bzw. Güter und Wohnplätze Horbell und Bell zur Gemeinde Hürth.

898: Gleuel

König Zwentibold schenkt dem Stift Essen Saalhof und Kirche in Gloulo sowie Besitzungen in Selstena (Sielsdorf). Spätestens seit dem 12. Jh. übte das Kölner Domkapitel die Erb- und Grundherrschaft aus. Neben der Burganlage im Ort selbst (heutiger Barockbau inschriftlich auf 1632 datiert, in Teilen aber älter) gehörten zur Gleueler Herrschaft noch die Burgen in Aldenrath (1936 abgebrochen), Horbell (1975 nach Köln eingemeindet) und Schallmauer. Die Kirche ist dem Hl. Dionysius Areopagita geweiht.

922: Berrenrath

Erzbischof Hermann schenkt dem Kloster Gerresheim Saalhof und Länderein in Bairincrothe. Zu Berrenrath gehörte das 1233 gegründete Zisterzienserinnenkloster Mariabrunn, welches 1623 in Berrenrath eine dem Hl. Wendelinus geweihte Kapelle errichtete. Erst 1849/50 wurde Berrenrath kirchlich von Gleuel getrennt und zur selbstständigen Pfarrei erhoben.

941: Kendenich

Das Cäcilienstift erhält von Erzbischof Wichfrid den Zehnten des Herrenhofes zu Cantinich zugesprochen. Die Kirche unter dem Patrozinium Johannes des Täufers bestand als Mutterkirche für Brühl, Vochem und Kierberg schon vor 1159. Die Burganlage wird erstmals im 13. Jh. erwähnt. Das heutige Barockschloss wurde 1664 errichtet und war langjährig im Besitz der Familien von Groote und von Kempis.

943: Hermülheim

Als Villa Molinen in einer Urkunde der Abtei Prüm erwähnt. 1256 erwarb der Deutsche Orden die Burg mit Ländereien und konnte in der Folgezeit seinen dortigen Besitz stetig ausweiten, was zur Umbenennung des Ortes in Herren-Mülheim führte. 1368 kam auch der Kalscheurener Hof hinzu. Die ursprünglich unmittelbar neben der Burg gelegene Kirche ist dem Hl. Severinus geweiht und daher als eine frühe Gründung, vielleicht aus der Mitte des 10. Jh., zu werten.

1170: Alt-Hürth

In einer Urkunde des Erzbischofes Philipp, in der eine Stiftung der Freifrau von Heinsberg bestätigt wird, wird der Zehnte von "Hurten" erwähnt. Möglicherweise in Zusammenhang mit der Herrschaft Heinsberg geriet Hürth im 12. Jh. an die Herrschaft Valkenburg und damit an Brabant und die - spanischen bzw. österreichischen - Niederlande. Die Valkenburgisch-Brabantische Herrschaft in Hürth wurde vom Kölner Erzbischof jedoch nie anerkannt, was im 16. und 17. Jh. zu lang anhaltenden Prozessen vor dem Reichskammergericht führte.

1189: Efferen

In einer Urkunde des Erzbischofes Philipp wird die Pfarrei Efferen erwähnt. Die Burganlage ist seit dem 14. Jh. nachweisbar, sie spielte zeitweilig eine wichtige Rolle in der Auseinandersetzung der Stadt Köln, die sie ausbauen und befestigen ließ, mit dem Kölner Erzbischof. Der gotische Torturm ist das einzig erhaltene mittelalterliche Gebäude in der Stadt Hürth.

1189: Fischenich

In einer weiteren Urkunde des Erzbischofes Philipp wird ein Otto de Viskenich als Zeuge genannt. Die Burg, teilweise aus Gussbetonblöcken der römischen Wasserleitung errichtet und die älteste erhaltene Anlage zwischen Köln und Bonn, wurde bereits im Truchsessischen Krieg 1584 zerstört und ist seitdem Ruine. Die ebenfalls seit dem 12. Jh. nachweisbare Pfarrkirche ist dem Hl. Martinus geweiht. Seit dem Ausgang des Mittelalters standen die territorialen Zugehörigkeiten dergestalt fest, dass Efferen, Fischenich und Stotzheim zu Jülich, Hürth zu Brabant und die übrigen Orte zum Kurfürstentum Köln gehörten, wobei Hermülheim als Besitz des Deutschen Ordens eine gewisse Sonderrolle einnahm.
URL der Website
http://www.huerth.de/stadtpolitik/stadtteilinformationen.php
letzte Änderung
09.11.2016
Erstelldatum
23.06.2016
Druckdatum
24.05.2018
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