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Historische Sehenswürdigkeiten in Fischenich

Burgruine

Die Burgruine des 12./13. Jh. an der Gennerstraße/Augustinerstraße ist als die älteste erhaltene Burganlage am Vorgebirge zwischen Köln und Bonn einzustufen und stellt eines der wichtigsten Zeugnisse hochmittelalterlichen Burgenbaus im Rheinland dar.

Es handelt sich um einen so genannten Rundling, eine ringförmige Grabenanlage, deren umgebende Ringmauer in einer Höhe von 6 - 10 m erhalten ist. Die Burgmauer wurde zumindest teilweise aus Gussbetonblöcken der römischen Wasserleitung erstellt, die in der Nähe am Fuße des Vorgebirges verlief. Der Römerkanal war im Mittelalter ein beliebter Steinbruch.

Vor allem auf der Nordseite zur Augustinerstraße hin, von wo aus die Ruine zugänglich ist, sind die Gussbetonblöcke aus opus caementium deutlich zu sehen, denen auch noch der beim Bau der Wasserleitung verwendete rötliche Wasserputz mitsamt einer Kalksinterschicht anhaftet.

Pfarrkirche St. Martinus

Pfarrkirche St. Martinus in Hürth-Fischenich
© HOWI - Horsch, Willy

Die neugotische katholische Pfarrkirche St. Martinus wurde 1890 von dem späteren Straßburger Dombaumeister Franz Schmitz errichtet, wobei der gedrungene Westturm des Vorgängerbaus von 1728 erhalten blieb.

Die Kirche besitzt eine alte Glocke von 1430, eine "Kreuzabnahme nach Rubens", wohl ein flämisches Bildnis vom Ende des 16./Anfang des 17. Jh. sowie einen barocken Orgelprospekt.

An der Außenwand des Chores hängt das "Fünf-Wunden-Kreuz", ein Missionskreuz von 1760, das keinen Corpus, sondern nur die fünf Wundmale des Gekreuzigten trägt.

Historische Hofanlagen

Im Ort sind mehrere historische Hofanlagen erhalten: Unmittelbar westlich der Pfarrkirche ein schönes Fachwerkhaus aus dem 18. Jh., welches zu dem 1408 von den Kölner Kartäusern erworbenen Kartäuserhof gehörte.

Auch die benachbarten beiden kleinen Fachwerkhäuser An St. Martin 4 und 6 gehörten ehemals zum Kartäuserhof. Von dem unterhalb der Kirche gelegenen ehemaligen Fronhof ist das Herrenhaus von 1770 erhalten. Im Mittelalter war der Fronhof Mittelpunkt eines zum Kölner Damenstift St. Maria im Kapitol gehörigen Lehenshöfeverbandes.

Ganz an der Stadtgrenze zu Brühl im Süden des Ortes liegt der Weilerhof, den die Kartäuser schon 1348 erworben hatten. Der heute bestehende Vierkanthof stammt von 1911. Das von einem großen Park umgebene benachbarte Herrenhaus, eine neugotische, burgartige Backsteinvilla, wurde 1869 errichtet.

URL der Website
http://www.huerth.de/stadtpolitik/fischenich.php
letzte Änderung
07.11.2016
Erstelldatum
20.06.2016
Druckdatum
06.12.2019

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