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Stadt Hürth

30.04.2020: Bürgermeister setzte sich erfolgreich für Hürther Tafel ein

Dirk Breuer wandte sich ans nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

Hürther Tafel-Vorsitzender Peter Gaebel (Mitte) und ehrenamtliche Kräfte retten Lebensmittel und bieten sie Bedürftigen an.

„Bürgermeister Dirk Breuer hat sich erfolgreich für reibungslose Abläufe in unserer Einrichtung eingesetzt. Hierfür danke ich ihm im Namen der Kundschaft und der Beschäftigten der Hürther Tafel e.V.“, würdigte Vorsitzender Peter Gaebel das Engagement des Verwaltungschefs.

Der Hintergrund: Die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit hatte mit einer Weisung Ende März 2020 entsprechend der Leitlinien der Bundesregierung und der Regierungschefs der Bundesländer und schließlich basierend auf dem Erlass des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales die physische Anwesenheitspflicht von so genannten Ein-Euro-Jobbern und auch den Beginn neuer Maßnahmen ausgesetzt.

Die Folge: Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern solcher Maßnahmen wurde mitgeteilt, dass eine physische Maßnahme verboten ist. Bürgermeister Dirk Breuer, der sich in den Räumlichkeiten der Hürther Tafel e.V. ein Bild der Lage verschaffte, wandte sich daraufhin schriftlich an Minister Karl-Josef Laumann vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

„Insbesondere in der derzeitigen, für uns alle sehr schwierigen Zeit, sind Institutionen, wie beispielsweise auch die Tafeln, eine wesentliche Stütze des gesellschaftlichen Lebens und wesentliches Element des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Vor diesem Hintergrund weise ich, sicherlich auch im Interesse der „Tafeln“ in anderen Städten und Gemeinden, ausdrücklich darauf hin, dass der Betrieb und Aufrechterhaltung auf Dauer massiv gefährdet ist, sofern es den Bildungs-/Maßnahmenträgern alsbald nicht wieder ermöglicht wird, Teilnehmenden, eben an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, ihre Tätigkeit in den Tafeln wieder aufzunehmen“, klärte der Bürgermeister in seinem Schreiben auf und warb mit Nachdruck dafür, „dass – sofern die Gesamtumstände es zulassen - insbesondere die Tafeln zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt die Unterstützung durch die zuvor benannten hochmotivierten Teilnehmenden an den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wieder erfahren.“

Darauf reagierte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf und teilte mit, dass das zuständige Jobcenter des Rhein-Erft-Kreises gebeten wurde, den Vorgang erneut zu bewerten. Und nachdem sich die Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer am 15. April 2020 auf eine schrittweise Lockerung der Kontaktbeschränkungen unter bestimmten Voraussetzungen geeinigt hatten, wurden die Regelungen zur Durchführung von Arbeitsgelegenheiten angepasst.

Hürther Tafel-Vorsitzender Peter Gaebel freut sich: „Demnach können neun engagierte Helferinnen und Helfer am Montag, 4. Mai 2020, wieder ihren Dienst aufnehmen. Die Hürther Tafel versorgte im April 2020 insgesamt 665 Bedürftige in 245 Hürther Familien und war nach Angaben ihres Vorsitzenden die einzige im Rhein-Erft-Kreis, die während der Corona-Krise stets geöffnet hatte. Insgesamt wirken in der Einrichtung, Kölnstraße 14 im Stadtteil Hermülheim ,25 ehrenamtliche Kräfte. „Lebensmittel zu retten und Berechtigten zur Verfügung zu stellen“, lautet das Credo des Vorsitzenden. Denn nicht alle Menschen in Hürth haben ihr täglich Brot - und dennoch gibt es Lebensmittel im Überfluss.

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