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24.10.2018: Stadt lädt Bevölkerung zum Geschichtstag ein

24.10.2018: Stadt lädt Bevölkerung zum Geschichtstag ein

Anlässlich des 80-sten Jahrestages der Reichspogromnacht am Freitag, 9. November 2018
Judenstern und Kerzenlicht
© kathbild.at/rupprecht

Ganz im Zeichen des 80-sten Jahrestages der Reichspogromnacht steht der diesjährige Geschichtstag am Freitag, 09.11.2018. Bürgermeister Dirk Breuer nimmt dieses Ereignis zum Anlass, um 19:30 Uhr einen Kranz an der Gedenktafel am Platz „An der Alten Synagoge“ (Weierstraße) im Stadtteil Alt-Hürth niederzulegen.

„Tausende Juden wurden seinerzeit misshandelt, verhaftet oder getötet. Jeder in Deutschland konnte erleben, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden waren“, ruft der Bürgermeister in Erinnerung. „Das darf sich nicht wiederholen. Es ist stets aktuell, demokratiefeindliche Tendenzen zu unterbinden sowie Hass und Intoleranz den Nährboden zu entziehen. Und deshalb möchte ich ein Zeichen setzen und lade die Bevölkerung zur Teilnahme ein“, so Hürths Erster Bürger wörtlich.

Im Anschluss an die Kranzniederlegung folgt ab 20:00 Uhr eine musikalische Lesung im Löhrerhof, Lindenstraße 20. Thomas B. Schumann und Akampita Steiner gestalten dort passend zum Thema einen musikalischen Vortrag mit Texten um und von der bedeutenden deutsch-jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler, die als herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus in der Literatur gilt und auch Zeichnerin war.

Zerstörtes und geplündertes jüdisches Geschäft nach dem 09.11.1938
Zerstörtes und geplündertes jüdisches Geschäft nach dem Pogrom vom 09.11. zum 10.11.1938.© akg

Schumann widmet sein gesamtes Lebenswerk der deutschen Exilliteratur nach 1933. Der Autor, Herausgeber, Publizist, Redner und Ausstellungskurator ist Gründer der „Gesellschaft zur Förderung vergessener und exilierter Literatur e. V.” sowie des Verlages „Edition Memoria”. Er ist im Besitz einer der wohl umfangreichsten Kunstsammlungen zum deutschen Exil. Im vorigen Jahr zeichnete ihn die deutsche Schriftstellervereinigung PEN mit dem renommierten Hermann Kesten-Preis aus. „Gerade in der heutigen Zeit, die durch die Erfahrung von Flucht und Vertreibung sowie eine zunehmende gesellschaftliche Intoleranz bis hin zu offenem Rassismus und Antisemitismus geprägt wird, setzt das PEN-Zentrum Deutschland gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit der Preisverleihung auch ein mahnendes Zeichen gegen Hass und Intoleranz“, heißt es in der Laudatio.

Akampita Steiner ist Musikerin und Schauspielerin. Mit Interpretationen von Kurt Tucholksky, Jaques Brel und Joan Baez machte sie sich einen Namen in der Kunst- und Literaturszene. Aus ihrer Stimme und ihren Flöten webt sie einen stilvollen Klangteppich. In ihren Dichtungen findet sie eigene Worte und Bilder, um Seelenzustände der Verliebtheit, des Mitgefühls und der Sehnsucht nach einem gerechteren, freieren gesellschaftlichen Miteinander Gehör zu verschaffen. Mit musikalischer Leichtigkeit gelingt es der Künstlerin, tiefe Aussagen zu transportieren. Lieder von Edith Piaf, Kurt Weill und Jaques Brel interpretiert das Juwel der Musikwelt sensibel und eindrucksvoll.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Jeder ist herzlich eingeladen, teilzunehmen, und ein Zeichen gegen das Vergessen und für die demokratischen Grundwerte zu setzen.

URL der Website
http://www.huerth.de/buergerservice/archiv18/2018-10-24_geschichtstag.php
letzte Änderung
30.10.2018
Erstelldatum
24.10.2018
Druckdatum
22.11.2019

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