Sprungmarken
Sie befinden sich hier:
Startseite
BürgerService
Presseservice
30.08.2017: Verein kämpft weiterhin für Verlegung von Erdkabel

30.08.2017: Verein kämpft weiterhin für Verlegung von Erdkabel

IG Hürth e.V. hat wegen Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht Spendenkonto eingerichtet

„Wir wollen keine 90 Meter hohe Masten in Hürth. Für das städtische Erscheinungsbild und alle Betroffenen wäre das verheerend.“ Mit diesen deutlichen Worten vollzieht Bürgermeister Dirk Breuer den Schulterschluss mit der Interessengemeinschaft IG Hürth e.V. Der Verein will den geplanten Neubau einer 380-kV-Höchstspannungstrasse mit doppelter Masthöhe von etwa 90 Metern verhindern. Seit 2012 arbeiten und kämpfen die Mitglieder gegen die Umsetzung dieses Vorhabens und fordern stattdessen eine Erdverkabelung.

„Durch die Deklaration der Baupläne als sogenannte 'Hybrid-Teststrecke' soll der Mindestabstand von 400 Metern zur Wohnbebauung bei uns in Hürth umgangen werden. Diese Monstertrasse durchschneidet fünf Wohngebiete“, so Wolfgang Holz von der IG Hürth e.V. Es handelt sich dabei um den weltweit ersten Versuch, neben den geplanten Wechselstromleitungen zusätzlich Gleichstromleitungen (HGÜ) auf denselben Masten mitzuführen. Letztere wurden im bereits abgeschlossenen Planfeststellungsverfahren jedoch nicht beantragt.

„Bei einem Erörterungstermin vor der Bezirksregierung Köln wurde von Verfahrensbeteiligten explizit nachgefragt, ob weitere Leitungen auf die Monstermasten gelegt werden. Dies wurde von den Mitarbeitern des Netzbetreibers Amprion verneint, obwohl der Verein im Nachhinein erfahren hat, dass die erwähnte Hybridleitung bereits schon in Planung war. Etwaige Folgeschäden für Umwelt und Gesundheit sind nicht erforscht und werden zum Nachteil der Hürther Bevölkerung billigend in Kauf genommen“, ist Holz empört.

Gegen dieses Ansinnen hat der gemeinnützige Verein Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht. Die Stadt Hürth unterstützt dieses Vorhaben mit einem Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro. Wolfgang Holz und seine Mitstreiter sind auf weitere Spenden angewiesen, um die Kosten des Verfahrens finanzieren zu können. Bei der Raiffeisenbank Frechen-Hürth eG wurde ein Spendenkonto eingerichtet mit den Bankverbindungsangaben

  • IBAN: DE58 3706 2365 1513 7340 14 und
  • BIC: GENODED1FHH.

Mit weiteren Aktionen möchten die Vereinsmitglieder die Bevölkerung für die Thematik sensibilisieren. Jeweils von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr gibt es am 02. September und am 09. September 2017 im Stadtteil Hermülheim an der Krankenhausstraße vor der Ladenzeile neben dem Schwanenteich einen Informationsstand. „Wir stehen zur Energiewende! Jedoch gehören zu einer ökologischen Energiegewinnung auch bürger- und umweltfreundliche Stromtrassen“, so Holz abschließend. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Interessengemeinschaft IG Hürth e. V.

URL der Website
http://www.huerth.de/buergerservice/archiv17/2017-08-30_erdkabel.php
letzte Änderung
01.09.2017
Erstelldatum
01.09.2017
Druckdatum
13.11.2019

Wir setzen Cookies ein, um die Nutzbarkeit unserer Seite zu optimieren. Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung über folgenden Link.

Mehr Infos