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Pressemitteilung Stadt erneut mit European Energy Award ausgezeichnet

26.11.2015: Stadt erneut mit European Energy Award ausgezeichnet

NRW-Minister Johannes Remmel würdigte damit die klimaschutzrelevanten Aktivitäten Hürths

Hürth (pü) - "Unsere langjährigen und nachhaltigen Aktivitäten im Umwelt- und Klimaschutz sind in Nordrhein-Westfalen von höchster Stelle gewürdigt worden. Das ist kein Anlass, uns zurückzulehnen. Im Gegenteil: Das spornt uns an, die Vorreiterrolle weiter beizubehalten, weil Klimaschutz eine Dauer­aufgabe ist", freut sich Bürgermeister Dirk Breuer über den European Energy Award, den die Stadt erneut erhalten hat.

Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Ver­braucher­schutz des Landes NRW, würdigte gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW die im Klimaschutz und in der Nachhaltigkeit relevanten Aktivitäten der Stadt Hürth und weiterer 21 Kommunen und vier Kreise in Nordrhein-Westfalen.

Die Begründung: Die Wärmeversorgung in Hürth durch umweltfreundliche Fernwärme erreicht mittlerweile eine Abdeckung von 60% des gesamten Stadtgebiets mit weiterem Ausbaupotenzial und der verstärkten Nutzung industrieller Abwärme. Ferner konnte die Stadt Hürth durch einen Modellversuch mit HyCologne ihr eigenständig betriebenes Stadtbussystem durch vier Wasserstoffbusse ergänzen und trägt somit zu der Entwicklung eines CO2-freien Busverkehrs bei.

Seit 2008 nimmt die Stadt Hürth auf Grundlage eines Beschlusses durch den Haupt- und Finanzausschuss an dem European Energy Award teil. Das im September 2012 beschlossene energiepolitische Arbeitsprogramm der Stadt Hürth umfasst derzeit zahlreiche kurz-, mittel- und langfristige Einzelmaßnahmen. Darüber hinaus laufen verschiedene Planungen zum Ausbau erneuerbarer Energien (z.B. Windenergie, Photovoltaik, Biomasse) und diverse klimaschutzrelevante verkehrspolitische Vorhaben auf dem Hürther Stadtgebiet (z.B. Luftreinhalteplan, Radwegeplanung, Temporeduktionszonen).

Auf Grundlage des vorliegenden Klimaschutzteilkonzeptes wurden beispielsweise im Rahmen der energetischen Sanierungsplanung für kommunale Gebäude viele Maß­nahmen umgesetzt. Hierzu zählen unter anderem die energetische Fassaden- und Fenstererneuerung, die Erneuerung von Heizzentralen und Lüftungsanlagen und der Austausch durch sparsame Beleuchtung in Gebäuden. Allein für den Austausch einer stromsparenden Straßenbeleuchtung investierten die Stadtwerke Hürth bis 2015 rund 2 Millionen Euro. Ein beschlossenes Energiesparprogramm legt zudem besonders hohe Standards für einen energieeffizienten Umgang fest. Weiterhin werden im Hinblick auf eine möglichst hohe Energieeffizienz der kommunalen Gebäude alltägliche Arbeitsabläufe fortwährend optimiert und Controlling-Aufgaben professionalisiert.

Auch im Bereich der Ver- und Entsorgung hat die Stadt Hürth große Fortschritte gemacht. Eine Zielsetzung für die kommenden Jahre ist zum Beispiel der stetige Ausbau der Fernwärme. Schon heute werden mehr als 60 % der Hürther Haushalte und 80 % der kommunalen Gebäude damit versorgt. Langfristig wird eine flächen­deckende und autarke Versorgung mit eigenen Kraftwerksanlagen angestrebt. Innovationen finden sich auch im Handlungsfeld Mobilität. Nicht nur der verwaltungs­eigene Fuhrpark setzt künftig auf umweltschonende Fortbewegung (u.a. Elektro­mobilität). Auch im Stadtbusnetz werden seit Anfang 2012 zwei Wasserstoffbusse im Rahmen eines Pilotprojektes der Landesregierung im Linienverkehr eingesetzt, die über die Hürther Wasserstofftankstelle mit Treibstoff aus der ortansässigen Industrie versorgt werden.

2012 steht alle drei Jahre eine erneute Überprüfung durch den TÜV Rheinland an. In diesem Zeitraum konnte die Stadt Hürth ihre Bemühungen im Klimaschutz weiter intensivieren und hat neben einem Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften einen städtischen Klimaschutzmanager als Ansprechpartner eingestellt. Das verwaltungsinterne Energieteam, welches derzeit aus acht Mitarbeitern verschiedener Fachbereiche besteht, kümmert sich um die Koordination und Überwachung aller städtischen Maßnahmen im Klimaschutz.

So leisten u.a. die konsequente energetische Sanierung der städtischen Gebäude mit Wärmedämmung und moderner Beleuchtung, sowie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung durch LED einen Beitrag zur CO2-Minderung in Hürth. Auch die Gesamtschule, deren energetischer Standard weit über den gesetzlich geforderten hinausgeht, leistet einen Beitrag. Ein städtischer Energiemanager soll ab 2016 die Verwaltung verstärken und das eingeführte Energiecontrolling für alle kommunalen Gebäude noch intensivieren.

Die Maßnahmen der Stadtwerke zur umweltfreundlichen Mobilität durch die Einführung von Carsharing und die Nutzung von mittlerweile vier CO2-freien Wasserstoffbussen wurden ebenso ausgezeichnet, wie die Nutzung von Fernwärme in mittlerweile über 60% aller Haushalte.

Neben technischen Maßnahmen realisiert die Stadt außerdem Energiesparprojekte in Schulen, der Verwaltung und ab 2016 auch in Kindertagesstätten um die Mitarbeiter und Nutzer der städtischen Gebäude für das Thema zu sensibilisieren. Außerdem wird einmal im Jahr der städtische Klimaschutzpreis in Höhe von 5.000 € verliehen.

All diese umgesetzten und die in Planung befindlichen Maßnahmen tragen dazu bei, dass der Klimaschutzprozess in Hürth weiter voran schreitet und haben jetzt die erneute Auszeichnung mit dem eea ermöglicht.

NRW-Kommunen und -Kreise erschließen systematisch ihr Energieeinsparpotenzial, indem sie am Energiemanagement-Verfahren European Energy Award (EEA) teilnehmen. "Der EEA ist ein europaweit anerkanntes Zertifikat und Programm für die kommunalen Klimaschutzaktivitäten. Die teilnehmenden nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden beweisen, dass die Umsetzung der Energiewende in unserem Bundesland pulsiert. Rund ein Drittel der NRW-Kommunen nimmt inzwischen am Zertifizierungsverfahren teil, dass die EnergieAgentur.NRW für uns betreut", sagte Remmel.

Jeder fünfte Bürger beziehungsweise jede fünfte Bürgerin Nordrhein-Westfalens lebt in einer zertifizierten Kommune. Damit liegt NRW nicht nur im nationalen Vergleich noch vor Bayern und Baden-Württemberg mit Vorsprung an der Spitze, sondern mischt auch im europäischen Vergleich vorne mit. Lediglich die Schweiz – seit 25 Jahren beim EEA aktiv – hat mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufzuweisen. Der European Energy Award soll deshalb im Rahmen des Klimaschutzplanes der Landesregierung als Beteiligungsmöglichkeit der Kommunen eine wichtige Rolle einnehmen", sagte Minister Remmel.

Der Minister betonte, dass der EEA ein bewährtes Instrument des Landes sei, um Städten und Gemeinden bei der systematischen Erschließung ihrer Ein­sparungs­potenziale zu helfen: "Kommunen sind wichtige Verbündete, wenn es darum geht, unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Mit dem EEA geben wir ihnen ein Instrument in die Hand, der Bedeutung dieser Rolle auch gerecht zu werden." Zudem verwies Remmel auf die ökonomischen Vorteile, die Kommunen winken, wenn sie erneuerbare Energien nutzen: "Klimaschutzbemühungen einer Kommune sind ein weicher Standortfaktor und stärken die Position der Kommune im Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen. Gleichzeitig gewinnen Kommunen auf diese Weise, aber auch für Bürgerinnen und Bürger an Lebensqualität."

Pressemitteilung der Stadt Hürth vom 26.11.2015

URL der Website
http://www.huerth.de/buergerservice/archiv15/2015-11-26_energy_award.php
letzte Änderung
09.01.2018
Erstelldatum
25.08.2016
Druckdatum
22.11.2019

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