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Pressemitteilung Hinz

04.11.2015: 91-jährige fertigte 110 Sträuße, drei Kränze und 20 Gestecke an

Hürtherin Anni Hinz legte sie auf den Ehrenfriedhöfen in Hermülheim und Fischenich nieder

Hürth (pü) - Vier Tage hatte Anni Hinz alle Hände voll zu tun. Im eigenen Garten und von Nachbarn hatte sie aus herum liegenden Zweigen, Zapfen, Tannengrün und roten Beeren 110 Sträuße, drei Kränze und 20 Gestecke gebunden. In liebevoller Handwerksarbeit richtete sie diese her legte sie an Allerheiligen auf den Ehrenfriedhöfen in den Stadtteilen Hermülheim und Fischenich zu Ehren der Toten und Gefallenen nieder.

"Hoffentlich habe ich nächstes Jahr noch die Kraft dafür", berichtete die 91-jährige Bürgermeister Dirk Breuer. Seit 1971 pflegt sie diese Tradition und appelliert an die Jugend, diesem Beispiel Folge zu leisten. "Ich habe großen Respekt vor dieser großartigen Leistung und hoffe, dass eines Tages diese wertvolle Arbeit von anderen freiwilligen Unterstützern fortgesetzt wird", würdigte der Bürgermeister ihr freiwilliges Schaffen.

Ehrenanlagen für die Kriegstoten findet man auf allen Hürther Friedhöfen. Ungewöhnlich ist jedoch die Anzahl der vielen Kriegstoten, die sich jedoch mit den vielen Luftangriffen und die Kämpfe um die Knapsacker Industrieanlagen erklären lässt. Die Ehrenfriedhöfe - auch Ehrenhaine genannt - für die Kriegstoten entstanden zum Teil bereits während des Krieges, damals jedoch noch in ungeordneter Form, da besonders in den letzten Kriegsjahren die vielen Toten in Massenbeisetzungen bestattet werden mussten.

Nach dem Krieg ordnete die Gemeindeverwaltung die Friedhöfe neu. So wurden die Kriegstoten in die Ehrenanlagen umgebettet und diese neu gestaltet. In den Ehrenanlagen sind nicht nur die gefallenen Soldaten des Krieges begraben, sondern auch die durch Kriegseinwirkung zu Tode gekommene Zivilbevölkerung. Die Ehrengrabanlage im Stadtteil Fischenich entstand zum Teil 1955 und umfasst 40 Kreuze, auf denen die Namen der Opfer graviert sind. Der Ehrenhain an der Bonnstraße im Stadtteil Hermülheim entstand ebenfalls in den 1950er Jahren und besteht aus 27 Kreuzen. Auch hier sind die Namen und Lebensdaten der Opfer eingraviert. Unter den hier bestatteten Toren befinden sich auch vier Opfer des Ersten Weltkriegs.

Pressemitteilung der Stadt Hürth vom 04.11.2015

URL der Website
http://www.huerth.de/buergerservice/archiv15/2015-11-04_hinz.php
letzte Änderung
09.01.2018
Erstelldatum
25.08.2016
Druckdatum
15.11.2019

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