Geschichte der Stadt Argelès-sur-Mer
Der Name der Stadt geht auf das lateinische urgillia (Lehm) zurück und verweist auf die fruchtbaren Böden der Umgebung. Die Region war schon in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt, wovon Steingräber in den Ausläufern der Pyrenäen oberhalb der Stadt und ein Urnenfeld in der näheren Umgebung zeugen.
Urkundlich wird Argelès erstmals 981 erwähnt. Es wurde zu einer stark befestigten Stadt ausgebaut, die in den jahrhundertelangen Kämpfen zwischen Frankreich und Spanien um die Herrschaft über das Roussillon mehreren Schlachten und Belagerungen standgehalten hat. Noch heute zeugen zahlreiche historische Bauten in und um Argelès von der bewegten Vergangenheit.
Lange Zeit blieb Argelès eine ländliche Stadt. Noch 1860 waren 97 % der erwerbstätigen Bevölkerung in der Land- und Forstwirtschaft oder in der Fischerei beschäftigt.
1962 erhielt die Gemeinde den Titel eines anerkannten Fremdenverkehrs- und Badeortes. Nach der Gründung des Fremdenverkehrsamtes, eines Heimatmuseums und der Fertigstellung des Sporthafens und zahlreicher anderer Einrichtungen wurde der heutige Stand erreicht, der den Gästen nahezu jeden Komfort und alle Möglichkeiten der Erholung am Meer, aber auch zur Erkundung der landschaftlich sehr reizvollen und geschichtlich wie kulturell überaus interessanten Umgebung bietet.
Auch Handel und Gewerbe der Stadt sind hervorragend auf den Fremdenverkehr eingestellt. In Argelès-Village und am Strand gibt es alle Geschäfte für den täglichen Bedarf. Selbstversorger finden Supermärkte und kleine Einkaufszentren. Es gibt Restaurants aller Kategorien und Preisklassen, außerdem - vor allem am Strand und in der Parallelstraße zur Promenade - zahlreiche Schnellimbisse, kleine Cafeterias, Eissalons usw.
In Argelès gibt es zwei Vorschulen (écoles maternelles), zwei Grundschulen (écoles primaires) und ein Collège (Sekundarstufe I).
Neben dem Fremdenverkehr bemüht sich die Stadt Argelès sehr um die Entwicklung und Förderung anderer bodenständiger Wirtschaftszweige. Im Obst- und Weinbau wird die Wiederaufnahme brachliegender Flächen zum Anbau von Qualitätssorten angestrebt.
Die Lebensqualität ihrer Bürger zu verbessern ist überhaupt eines der vordringlichsten Ziele der Stadt. Die sozialen Einrichtungen vom Kindergarten bis zur Seniorentagesstätte sind vorbildlich, und die zahlreichen um das kulturelle und gesellschaftliche Leben bemühten Vereine werden nach Kräften gefördert.


