Kampagne für "Faire Kamelle" im Rheinischen Karneval:
Es gilt "Faires Wurfmaterial" in die Büggel zu füllen und auf die Wagen zu laden: Beste Schokolade aus biologischen und fair gehandelten Rohstoffen, herzhafte Sesamriegel, leckere Mango-Fruchtgummis, knackige Maniokchips und nussige Cashewkerne. Mit nur 10 % fair gehandelter "Kamelle" im Büggel oder auf dem Wagen helfen Sie Menschen in Not und sorgen für mehr Gerechtigkeit in den Erzeugerländern von Kakao und der anderen Rohstoffe für Karnevalssüßigkeiten.
Aufgerufen sind alle Karnevalsvereine der Region und alle Aktive in den Schul- und Stadtteilgruppen: Bestellt neben dem "normalen" Wurfmaterial zu einem Teil auch "Faire Kamelle"! Mehr Qualität statt Quantität bei gleichen Kosten! So kann man den Narren eine Jecke Fairsuchung bescheren. Ziel ist ein fairer Anteil von 10 % der Kosten am gesamten Wurfmaterial des Straßenkarnevals. Eins bleibt klar: Wenn die ganze Region ausgelassen die "fünfte Jahreszeit" feiert, denken wir alle einmal nicht an den Ärger dieser Welt. Toleranz und Fairness sind aber zwei Begriffe, die von Karnevalisten dabei nicht vergessen werden. Liebe Jecken und Narren, macht mit! Tragt dazu bei, dass es auch im Rest der Welt fairer zugeht:
Werft im Karneval Süßes und Fruchtiges aus Fairem Handel! Die Stimmung wird weltweit steigen. Garantiert!
Was will der Faire Handel?
Weltweit leben 1,3 Milliarden Menschen unterhalb der Armutsgrenze, die meisten in Entwicklungsländern. Häufig sind die Mechanismen der globalisierten Weltwirtschaft verantwortlich für die Armut. Denn die Preise vieler Produkte werden nicht von ihren Erzeugern kalkuliert, sondern an der Börse ausgehandelt. Vor allem Kleinproduzenten können vom Erlös ihrer Produkte oft kaum ihren Lebensunterhalt decken. Hier will der "Faire Handel" Abhilfe schaffen: Wer fair handelt, zahlt angemessene Preise, fördert die selbstständige Vermarktung, unterstützt soziale Projekte vor Ort und trägt so dazu bei, Armut zu verringern.
Schokolade:
Schokolade wird zu neunzig Prozent in den Industriestaaten vernascht. Der Hauptrohstoff Kakao wird ausschließlich in Ländern der "Dritten Welt" erzeugt. Bei fair gehandelter Schokolade stammen Kakao und Zucker und meistens auch Gewürze und Nüsse aus Fairem Handel und zum großen Teil aus biologischem Anbau. Die Bauerngenossenschaft in Afrika und Lateinamerika erzielen für ihre direkt gehandelten Kakaobohnen und den Zucker einen deutlich über dem Weltmarktniveau liegenden Preis.
Cashewnüsse:
Cashewnüsse werden einmal im Jahr in Indonesien geerntet. Fast eine halbe Millionen Menschen leben ausschließlich davon. Der allergrößte Teil der Ernte wird jedoch nach Indien exportiert und dort weiterverarbeitet. Bei den Bauern verbleibt nur ein geringer Erlös. Der Faire Handel unterstützt in Indonesien rund 2000 Cashew-Bauernfamilien und bildet Fachkräfte und Multiplikatoren aus. Seit mehreren Jahren verarbeiten und vermarkten nun die Bauern die Ernte selbst.
Mango-Fruchtgummis:
Mango-Fruchtgummis helfen beim Kampf gegen Kinderprostitution. Denn Missbrauch von Kindern hat seine Wurzeln in der Armut. Auf den Philippinen kämpft die Kinderschutzorganisation Organisation Preda gegen die sexuelle Ausbeutung. Der Vertrieb von Mangoprodukten finanziert die Projekte und weist Wege aus der Armut. Weiter unterstütz der Erlös der Mango-Fruchtgummis direkt ein dortiges Projekt zur therapeutischen Hilfe für Gefängniskinder.
Blumen:
Auch zu den beliebten Blumen "Strüssjer" im Karneval gibt es eine faire Alternative: Um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu schaffen, haben sich Menschenrechtsorganisationen, Blumenproduzenten und Floristen zum "Flower Label Program e. V." zusammengeschlossen. Diese Vereinigung vergibt ein Gütesiegel für Blumen aus menschen- und umweltschonender Produktion. Die Blumen sind jederzeit über Blumengeschäfte oder den Großhandel erhältlich. Fragen Sie danach!
- www.fairflowers.de
Homepage Flower Label Programm
Wie läufts ab?
Wir bieten Karnevalsvereinen, Schulen, Schulklassen, Firmen und aktiven Gruppen allerfeinstes Wurfmaterial zu einem fairen Preis: Nicht billig, aber preisgünstig und lecker!
Information, Bestellung und Lieferung über:
gepa Fairhandelshaus, Regionalstelle West
Petra Bald,
Güterstraße 20, 42117 Wuppertal
Tel.: 0202-2430524, Fax: 0202-436845,
E-Mail: info@gepa-west.de
WELTLADEN Bonn, Fair Handels-Zentrum
Martin Klupsch,
Maxstraße 36, 53111 Bonn
Tel.: 0228 / 697052, Fax: 0228 / 9659686,
E-Mail: info@weltladen-bonn.de
Zum Beispiel:
- Fairena Bio-Vollmilch Schokotäfelchen
- Maniokchips "Barbecue"
- Fruchtgummi "Mango-Monkeys"
- Cashewkerne
- Crossita Bio-Waffelschnitten
- Barrita Bio-Sesamriegel
Wollen Sie mehr wissen zum fairen Handel? Wenden Sie sich an uns! Unsere Partnerorganisationen halten Informationsmaterial, Medien und Lehrunterlagen zum Thema bereit.
Global denken - lokal handeln:
Die Kampagne wird getragen und unterstützt von:
Kampagne Jecke Fairsuchung
c/o Weltladen Köln, Forum
Eine Welt e. V.
Antoniterstraße 14 - 16, 50667 Köln
Tel.:
0221 / 3468376, Fax: 0221 / 3468375
E-Mail: info@jeckefairsuchung.org,
Spendenkonto
Jecke Fairsuchung/Köln Agenda e. V.
Bank für Sozialwirtschaft
Kontonummer: 8261500, BLZ: 37020500
- www.jeckefairsuchung.org
Homepage "Jecke Fairsuchung e. V."




