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Pressemitteilung der Stadt Hürth vom 31.03.2011


Rund 100 Kinder auf Weltreise in Hürth

Schülerinnen und Schüler besuchten Gastfamilien verschiedener Nationen und lernten deren Gebräuche kennen


Bildunterschrift: Fürs gemeinsame Gruppenfoto versammelten sich die Teilnehmer im Beisein von Bürgermeister Walther Boecker vor dem Bürgerhaus. Foto: Pütz Rund 100 Kinder auf Weltreise in Hürth Großbildansicht

Hürth (pü) - "Toleranz ist ein ganz wichtiger Begriff in unserer Gesellschaft. Und es wird immer wichtiger, Menschen aus anderen Ländern und ihre Kulturen kennen zu lernen. Dazu trägt dieses Projekt bei." Mit diesen Worten dankte Bürgermeister Walther Boecker im Frankensaal des Bürgerhauses allen Beteiligten, die die so genannte "Weltreise in Hürth" ermöglicht haben. Bei diesem Empfang schilderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Bürgermeister ihre Eindrücke.

Fast 100 Schülerinnen und Schüler des Ernst Mach-Gymnasiums, des Albert Schweitzer-Gymnasiums, der Friedrich Ebert-Realschule und der Gemeinschaftshauptschule Hermülheim waren an zwei Tagen im Stadtgebiet bei Gastfamilien ihrer Mitschüler mit Migrationshintergrund zu Besuch und lernten deren Sitten und Gebräuche kennen. Die Fünftklässler begaben sich innerhalb Hürths in Vierer- und Fünfergruppen auf eine Weltreise in verschiedene Länder - ohne hierfür Koffer packen zu müssen.

Die Reisegruppen besuchten auf diese Weise beispielsweise Tschechien, verzehrten gemeinsam mit ihren Gastgebern einen landestypischen Rinderbraten und wurden in die tschechische Märchenwelt eingeführt. Bei einer Familie mit marokkanischer Herkunft kosteten sie Pfefferminztee, probierten orientalische Kleider und versuchten sich im Bauchtanz. Eine aus Israel stammende Familie präsentierte sich mit einer Vielzahl von religiösen Festen. Beispielsweise wurde hier der Begriff "Sabbat" erklärt , das Pessach - und das Laubhüttenfest. Es gab Humus, Falafel und einen hebräischen Salat. Außerdem war bunter Sand aus der Wüste Negev zu bestaunen. Eltern mit griechischen Wurzeln boten den Kindern Pastizio. Ferner wurde Sirtaki getanzt. Weitere Themen waren neben der griechischen Sagenwelt landestypische Sprachübungen und eine Filmvorführung. Bei einer Familie aus Frankreich begann das gemeinsame Essen mit einem Aperitiv. Nach Ratatouille und Crepes gab's ein Ratespiel, wobei unter anderem ein Teller mit Knochen eine Rolle spielte. Eltern aus Vietnam lockten mit Frühlingsrollen und landestypischer Musik. Bei indischen Gasteltern sahen sich die Kinder eine Dokumentation über das Land und die Feste an. Hier buken die Gäste ihr Fladenbrot selbst. Im Bundessprachenamt besuchte jeweils eine Gruppe eine Familie aus Argentinien, aus Japan und aus Kirgisistan. Einige Kinder hatten mit zwölf anwesenden Deutschlehrern aus verschiedenen Ländern in der Wohnheimküche landestypisches Essen zubereitet.

Organisiert wurde die "Weltreise in Hürth" vom Forum "Kinderfreundliche Stadt" der "Hürth Agenda 21" unter der Leitung von Anke Voerkel in Zusammenarbeit mit der Stadt, den Lehrerinnen und Lehrern der beteiligten Schulen, Eltern, ehrenamtlichen Begleitern sowie den Lehrgangsteilnehmern des Bundessprachenamtes. Die Schülerinnen und Schüler erlebten die Gastfreundschaft der Familien, stellten in Gesprächen Gemeinsamkeiten fest, bewältigten Unterschiede, hörten landestypische Musik und erfuhren Wissenswertes über das Schulsystem der Herkunftsländer.

Miteinander ins Gespräch zu kommen und Menschen anderer Kulturen zu verstehen sind wesentliche Bestandteile der Weltreise in Hürth, die nun zum elften Mal in Folge ausgerichtet wurde und für die Schüler kostenlos ist. Anke Voerkel dankte den teilnehmenden Familien für ihre Gastfreundschaft. Auch im nächsten Jahr soll eine "Weltreise" stattfinden. Hierfür sucht Anke Voerkel weitere Familien sowohl deutscher als auch ausländischer Herkunft, die bereit sind, Kinder einzuladen. Informationen erteilt sie unter Telefon 02233 / 32507.




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