Pressemitteilung der Stadt Hürth vom 17.03.2010
218 Kinder auf Weltreise in Hürth
Schülerinnen und Schüler informierten sich über Bräuche und genossen Speisen bei Gastfamilien aus 27 Nationen
Hürth (pü) - "Die Weltreise in Hürth ist ein hervorragender Weg, andere Menschen und Kulturen vor Ort kennen zu lernen - ohne dafür weit weg fahren zu müssen. Denn je mehr wir über unsere Nachbarn wissen, umso besser können wir eventuelle Konflikte lösen." Mit diesen Worten dankte Bürgermeister Walther Boecker im Frankensaal des Bürgerhauses allen Beteiligten, die diese traditionelle Veranstaltung ermöglicht haben. Bei diesem Empfang schilderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Bürgermeister ihre Eindrücke.
Insgesamt 218 Schülerinnen und Schüler des Ernst Mach-Gymnasiums, des Albert Schweitzer-Gymnasiums, der Friedrich Ebert-Realschule und der Gemeinschaftshauptschule Kendenich waren im Stadtgebiet bei Gastfamilien zu Besuch und lernten deren Sitten und Gebräuche kennen. Unterm Strich begaben sich die Fünftklässler innerhalb Hürths auf eine Weltreise in 27 Länder auf vier Kontinenten - ohne hierfür Koffer packen zu müssen.
Beim Besuch einer Familie aus den Vereinigten Staaten von Amerika beispielsweise wurde Baseball gespielt. Vorher hatten sich die Gäste dort mit Hamburgern und Apfelkuchen zum Nachtisch gestärkt. In der Wohnung einer Familie aus Brasilien erfuhren sie, dass es dort einen Sandstrand gebe, wo sich bis zu zwei Millionen Menschen aufhalten. Andere Kinder besuchten Gastgeber aus Namibia und staunten nicht schlecht, dass es in der fernen Heimat jährlich rund 300 Sonnentage gebe. Jugendlichen, die in Hürth bei einer Familie aus Mexiko auf Stippvisite waren, wurden mittags Tacos und Tortillas gereicht. Schülerinnen und Schüler des Ernst Mach-Gymnasiums lernten im Bundessprachenamt Lehrgangsteilnehmer mehrerer Nationen kennen.
Organisiert wurde die "Weltreise in Hürth" vom Forum "Kinderfreundliche Stadt" der "Hürth Agenda 21" unter der Leitung von Anke Voerkel in Zusammenarbeit mit der Stadt, den Lehrerinnen und Lehrern der beteiligten Schulen, Eltern, ehrenamtlichen Begleitern sowie den Lehrgangsteilnehmern des Bundessprachenamtes. Die Schülerinnen und Schüler erlebten die Gastfreundschaft der Familien, stellten in Gesprächen Gemeinsamkeiten fest, bewältigten Unterschiede, hörten landestypische Musik und erfuhren Wissenswertes über das Schulsystem der Herkunftsländer.
Miteinander ins Gespräch zu kommen und Menschen anderer Kulturen zu verstehen ist wesentlicher Bestandteil der Weltreise in Hürth, die nun zum zehnten Mal in Folge ausgerichtet wurde. Anke Voerkel dankte den teilnehmenden Familien für ihre Gastfreundschaft. Auch im nächsten Jahr soll eine "Weltreise" stattfinden. Hierfür sucht Anke Voerkel weitere Familien sowohl deutscher als auch ausländischer Herkunft, die bereit sind, Kinder einzuladen. Informationen erteilt sie unter Telefon 02233-32507.



