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Pressemitteilung der Stadt Hürth vom 19.02.2010


Haushalt 2010: Bürger nahmen Stellung

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger kamen zur Versammlung ins Bürgerhaus


Bildunterschrift: Verwaltungsspitze und Bürger diskutieren über Vorschläge zur Konsolidierung des Haushaltes. Foto: Pütz Großbildansicht

Hürth (pü). Sind die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hürth mit den Einsparvorschlägen der Verwaltung einverstanden oder haben sie eigene Ideen zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes 2010? Diese Fragen standen im Mittelpunkt bei einer Bürgerversammlung am Donnerstag, 18. Februar 2010. Rund 50 Hürtherinnen und Hürther kamen zur Veranstaltung im Römersaal des Bürgerhauses.

Bürgermeister Walther Boecker hatte die Veranstaltung moderiert und legte dar, welche Möglichkeiten der Mitgestaltung für den Haushalt bestehen. In seinem Vortrag erläuterte Kämmerer Dr. Dipl.-Ing. Dirk Holger Ahrens-Salzsieder das Zahlenwerk in Grundzügen und zeigte auf, wie der so genannte Bürgerhaushalt im Internet präsentiert wird. Nach der anschließenden Diskussion waren die Gäste aufgefordert, ihre Vorschläge zu unterbreiten. "Zuschüsse für Fraktionen reduzieren", "Straßennamen verkaufen", "Stadtbücherei schließen" und "Schwimmbäder verkaufen" waren einige von rund 60 Überschriften, die auf Handzetteln notiert und anschließend auf Pinnwänden angebracht wurden.

Mit dieser Veranstaltung hatte die Verwaltung neue Wege bei der Konsolidierung des städtischen Haushaltes eingeschlagen: Erstmals in ihrer Geschichte werden die Bürgerinnen und Bürger darum gebeten, sich aktiv daran zu beteiligen. Ihnen bieten sich zwei Möglichkeiten der Mitwirkung an: per Bürgerversammlung und per Internet-Befragung.

Wer jetzt noch Vorschläge unterbreiten möchte, kann dies im Internet tun. Nach erfolgreicher Anmeldung dauert die Befragung bis zu 15 Minuten. Eine Auswertung soll ab dem 4. März 2010 erfolgen.

Gestaltet wurde diese Homepage in Zusammenarbeit mit dem in der Bundesrepublik Deutschland führenden Unternehmen im Bereich von Online-Befragungen, der Globalpark AG im Stadtteil Efferen. Sie war im vorigen Jahr mit dem renommierten Wirtschaftspreis des Arbeitskreises Wirtschaft Hürth (AWH) ausgezeichnet worden. "Städte sollten die Meinungen ihrer Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen. Die Stadt Hürth geht somit den richtigen Weg", meint Dr. Lorenz Gräf, Vorstandsvorsitzender der Globalpark AG.

Auf der Internetseite ist der Gesamthaushalt dargestellt und in 14 Bereiche unterteilt. Bereits auf dieser Ebene können die beteiligten Bürgerinnen und Bürger - beispielsweise für den Bereich "Bauen und Wohnen" - eine Wertung auf einer Skala von 1 (sehr wichtig) bis 5 (überhaupt nicht wichtig) abgeben. Auch für bereits von der Stadtverwaltung unterbreitete Sparvorschläge - etwa im Bereich Kultur und Wissenschaft - können Benotungen von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) vorgenommen werden.

Alle erhobenen Daten werden unter Beachtung des deutschen Datenschutzgesetzes behandelt. Sie dienen ausschließlich dem Zweck der Bürgerbefragung. "Die Ergebnisse werden ausschließlich in anonymisierter Form und für Gruppen zusammengefasst veröffentlicht," versichert Bürgermeister Walther Boecker. Die Ergebnisse der Befragung sollen in die Beratung des Haushaltes durch den Stadtrat einfließen.




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