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Pressemitteilung der Stadt Hürth vom 10.02.2010


Asbestplatten werden aus rein energetischen Gründen ausgetauscht

Laut Gutachten ist eine Erneuerung an der Bodelschwingh-Schule nicht erforderlich


Hürth (pü). Noch bis Mitte April diesen Jahres werden wechselweise je zwei Schulklassen der Bodelschwingh-Schule im Stadtteil Alt-Hürth in angemieteten Schulcontainern auf dem Schulhof unterrichtet. Der Grund: Im Schulgebäude werden aus Mitteln des Konjunkturpaketes II der Bundesregierung Sanierungsarbeiten ausgeführt. Vorgestern wurde mit den Vorbereitungen begonnen. Schulleiterin Renate Adamy hat die Eltern der Schulkinder schriftlich informiert und um Verständnis gebeten.

Die vorhandenen Fassadenverkleidungen enthalten in geringen Mengen Asbest. Der Werkstoff ist in Zement gebunden und zusätzlich beschichtet, um ein Austreten zu verhindern. Die Platten werden im Zuge der Arbeiten gegen Wärme dämmende Elemente ausgetauscht.

"Dies geschieht aus rein energetischen Gründen. Eine Gefahr geht davon nicht aus", weiß Katja Saxarra, Architektin im Bauverwaltungs- und Gebäudeamt. Denn zwingend notwendig ist das Entfernen der Asbestplatten nicht. Dies geht hervor aus einem Gutachten, das das Eco-Institut in Köln im Juli 2002 über die Bodelschwingh-Schule erarbeitet hat. "Es handelt sich um festgebundene Asbestprodukte, für die nach Asbest-Richtlinie keine Sanierungserfordernis besteht", heißt es darin.

Nach Vorgaben der "Energieeinsparverordnung 2009" soll eine Pfostenriegelfassade mit Wärmeschutzverglasung und Brüstungselementen errichtet werden. Ferner bekommt das Gebäude einen neuen Sonnenschutz. Rund 565.000 Euro kostet die Baumaßnahme.

Ebenfalls noch bis Mitte April diesen Jahres dauern voraussichtlich noch die Arbeiten für den Erweiterungsbau, der über ein neues Lehrerzimmer mit Teeküche und sanitären Anlagen, einen Gruppenraum, Sekretariat, Schulleiterbüros und einen Besprechungsraum verfügen soll. Durch Umbauten entstehen im Obergeschoss zwei Klassenräume und ein Lehrmittelraum. Damit und mit der erforderlichen Brandschutzsanierung, die mit dem Bau von Fluchttreppen einhergeht, war im April vorigen Jahres begonnen worden. Aus Gründen der Barrierefreiheit wurde ferner ein Aufzug gebaut. Die Kosten für diese Maßnahme werden mit rund zwei Millionen Euro beziffert.




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