Pressemitteilung der Stadt Hürth vom 22.01.2010
Neuer Weg für vertrauensvolle Zusammenarbeit
Diesen Wunsch äußerten Bürgermeister aus dem Rhein-Erft-Kreis gemeinsam mit dem Kölner Oberbürgermeister
Hürth (pü). Die Bürgermeister der linksrheinischen Kölner Nachbarstädte Brühl, Hürth, Frechen, Pulheim und Wesseling und Baudezernent Manfred Kohlmann vom Rhein-Erft-Kreis trafen sich am 21. Januar 2010 bei Oberbürgermeister Jürgen Roters in Köln, um gemeinsam neue Formen und Wege der interkommunalen Zusammenarbeit zu besprechen. In einer offenen Aussprache wurden bestehende Konfliktfelder wie die Großmarktverlagerung genauso thematisiert wie neue Projekte der Region - wie zum Beispiel die in der Diskussion stehende neue Rheinbrücke bei Wesseling.
Deutlicher Wunsch aller Gesprächsteilnehmer war, einen neuen Weg für eine vertrauensvolle regionale Zusammenarbeit zu finden. Ebenfalls deutlicher Wunsch aller war die Ausrichtung der Zusammenarbeit auf konkrete wichtige Themen und Projekte. Man ist sich sehr schnell einig geworden, dass diese Runde der Stadtspitzen mit dem Landrat sich zweimal im Jahr treffen muss, um Regelmäßigkeit und Verbindlichkeit zu erzeugen. Aus der Vielzahl regionaler Themen priorisierte der Teilnehmerkreis sehr schnell die Großmarktverlagerung, ein regionales Einzelhandelskonzept, der Verkehr einschließlich ÖPNV und eine neue Rheinbrücke.
Diese Themen sollen in der nächsten Sitzung angegangen werden. Der Schwerpunkt wird das Thema Großmarkt sein. Hier befindet sich das von der Politik geforderte regionale Verkehrsgutachten zurzeit in der konkreten Bearbeitung mit allen beteiligten Städten und dem Landkreis. Der Entwurf wird Mitte 2010 erwartet. Die Bürgermeister verständigten sich darauf, das nächste Treffen nach den Sommerferien einzuberufen. Dann liegen allen Gesprächspartnern Auswertungen des Verkehrsgutachtens vor und man kann das Thema qualifiziert besprechen.
Zu dieser Runde lädt der Brühler Bürgermeister Michael Kreuzberg als Sprecher der Bürgermeister der Nachbarstädte gerne ein. Mit rollierenden Treffpunkten soll die interkommunale Verbundenheit gelebt werden. Schon das erste Treffen in Köln hat gezeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen und offen über die Themen, aber auch die Befindlichkeiten in den einzelnen Kommunen und dem Landkreis, auszutauschen. Dabei wird es nicht immer gelingen, Konflikte zu lösen. Unterschiedliche Standpunkte können aber in einem vertrauensvollen Raum ausgetauscht werden, der Informationsstand wird für alle verbessert und jeder kann dann umfassender in der eigenen Kommune die unterschiedlichen Positionen darstellen. Mehr Transparenz wird langfristig zu mehr Vertrauen und damit zu verbesserten Kooperationen führen.



