Pressemitteilung der Stadtwerke Hürth vom 04.01.2010
Wasserspiegel des Gotteshülfeteiches bedrohlich angestiegen
Stadtwerke Hürth haben den Rhein-Erft-Kreis schriftlich aufgefordert, unverzüglich zu handeln
Hürth (pü). Stadtwerke Hürth-Vorstand Dr. Dipl.-Ing. Dirk Holger Ahrens-Salzsieder hat das Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft beim Rhein-Erft-Kreis gebeten, Maßnahmen zur kontrollierten Reduzierung des Wasserspiegels im Gotteshülfeteich im Stadtteil Berrenrath vorzunehmen. "Aus unserer Sicht besteht unbedingter und sofortiger Handlungsbedarf Ihrerseits", heißt es wörtlich in dem an den Kreis gerichteten Schreiben.
Er habe nach besorgten Anrufen aus der Bevölkerung und von örtlichen Ratsmitgliedern am Wochenende festgestellt, dass die Ursache in einer Verstopfung des Auslasses des Gotteshülfeteiches vorm Kontrollschacht im verrohrten Bereich des Gleueler Baches liege. "Dieser Auslass liegt in Ihrem Zuständigkeitsbereich", stellt Ahrens-Salzsieder klar.
Bei einem Ortstermin mit zuständigen Vertretern der Polizei, des dortigen Angelvereins, der Angelinteressenvereinigung Burg Schallmauer und Gewässerwarten wurde festgestellt, dass der Trampelpfad am Ufer überflutet und daher nicht mehr begehbar ist. Nach Rücksprache mit diesen Beteiligten hätte der Rhein-Erft-Kreis angeblich angeordnet, den Rechen vor dem Auslauf des Gotteshülfeteiches zu entfernen. Dies hätte zur der Verstopfung des verrohrten Bereiches des Gleueler Baches geführt.
"Wir können uns nicht vorstellen, dass Sie eine derartig unsinnige und für den verrohrten Bereich des Gleueler Baches in unserem Zuständigkeitsbereich riskante Anordnung getroffen haben. Uns ist dies jedenfalls nicht bekannt und wir sind bisher auch immer davon ausgegangen, dass durch technisch-bauliche Vorkehrungen in Ihrem Zuständigkeitsbereich der Eintritt von den Abfluss hindernden Eintragungen in unser Rohrsystem verhindert wird. Hierauf müssen wir auch bestehen", bittet Ahrens-Salzsieder um kurzfristige Beseitigung der Verstopfung, um einen weiteren Anstieg des Gotteshülfeteiches und eventuell nachhaltige Schädigungen zu vermeiden.
Es sei unbedingt auf einen kontrollierten Ablauf zu achten, um Überflutungen im Bereich der Ortslage Gleuel und im weiteren Verlauf des Bachlaufes zu vermeiden. Dies gelte auch vor dem Hintergrund, da die Stadtwerke Hürth im weiteren Verlauf des Gleueler Baches im Stadtteil Sielsdorf bauliche Maßnahmen ausführen, die zu sichern seien. Die Stadtwerke haben dem Kreis zwischenzeitlich Amtshilfe angeboten. Dieser sieht aber wohl eher das Forstamt in der Pflicht. Zur Gefahrenabwehr werden jetzt die Stadtwerke trotz des frostigen Wetters tätig, um einen kontrollierten Abfluss des aufgestauten Wassers zu gewährleisten. Ein Grund zur Besorgnis besteht für die Bevölkerung nicht.
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